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Anne, bist du eigentlich eine typische Anwältin?

Nach einer anstrengenden Woche saß ich am letzten Freitag mit meiner Nachbarin bei einem spontanen 0.2 Gläschen Crémant zusammen. Auf nüchternen Magen kamen wir überraschenderweise schnell ins Philosophieren.

Meine Nachbarin, selbst aus der Medienbranche, fragte mich, ob ich eigentlich schon immer Anwältin werden wollte. Meine Antwort war recht eindeutig: „Nein, auf keinen Fall“, erwiderte ich ihr, „ich wollte weder mein Leben lang Anwältin werden, noch sehe ich mich als typische Anwältin.“

Um der Sache tiefer auf den Grund zu gehen, stellte sie mir drei sehr schlaue Fragen:

1️⃣ „Was wolltest du werden, als du ein Kind warst?“

Ich liebe Pflanzen. Eine meiner liebsten Beschäftigungen seit jeher ist es Blumensträuße zu pflücken und zu verschenken. Daher habe ich mich, als ich ein Kind war, immer als Floristin in einem Blumenladen gesehen.

2️⃣ „Welchen Berufsweg wolltest du nach der Schule einschlagen?“

Hätte ich den Mut gehabt, wäre es ein handwerklicher bzw. künstlerischer Beruf geworden. Besonders hatte es mir der Studiengang des Bühnenbildes angetan. Stattdessen habe ich das „solide“ Jurastudium gewählt. Dieses habe ich zwar erfolgreich abgeschlossen, jedoch ohne Herzblut.

3️⃣ „Welche Pläne hattest du für deinen Berufseinstieg?“

Anschließend hätte ich gerne die Welt verbessert (z.B. den Strafvollzug revolutioniert und die Justizverwaltung effizienter aufstellt). Komischerweise fanden die Visionen einer Berufseinsteigerin bei den Verantwortlichen damals keinen Anklang.

Mein anschließendes Masterstudium in Neuseeland war für mich persönlich zwar eine sehr wertvolle Erfahrung, verschaffte mir jedoch keine Klarheit für meine berufliche Zukunft.

Mit dem Background zweier erfolgreicher Examen und Auslandserfahrung ging es für mich dann erst einmal in die Großkanzlei. Das von Anfang eigenverantwortliche Arbeiten und der enge Mandantenkontakt haben mir viel Spass gemacht, aber irgendetwas fehlte auch dort.

Mit dem Wunsch mehr zu gestalten und weniger rein juristisch zu arbeiten, wechselte ich Inhouse in die Konzernzentrale eines Großkonzerns. Starre Strukturen und fehlende Budgets bzw. Visionen empfand ich dort als recht große Hürden.

💡 So wuchs langsam der Gedanke, etwas Eigenes und Innovatives zu schaffen, im Rahmen dessen ich mehr „ich“ sein kann und nicht bloß „die Anwältin“. Es sind zwar keine Blumensträuße oder Bühnenbilder geworden, aber mit LACHMUNDlaw innovative Beratungsprodukte für Menschen und Unternehmen zu gestalten, die ihnen das Leben erleichtern und Mehrwert schaffen, bereitet mir große Freunde.

❗️ Die Fragen meiner Nachbarin haben mir vor Augen geführt, wo meine Stärken und Leidenschaften liegen. Ich will ihnen daher in Zukunft neben der rein juristischen Arbeit (noch) mehr Beachtung schenken, das habe ich mir ganz fest vorgenommen!

Was wolltest Du werden als Du ein Kind warst?

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